J-A-Y™

Update.



So, nachdem ich seit Dezember nicht mehr gebloggt habe, würde ich jetzt gerne ein bisschen was schreiben, was in den letzten Monaten so passiert ist. Vieles bzw. das meiste wird wohl im Zusammenhang mit meiner Ausbildung sein, aber schließlich habe ich letztes Jahr auch darüber einen relativ langen Eintrag geschrieben...

Bei diesem einen Eintrag war ich noch auf der Intensivstation. Damals schrieb ich, dass es mir dort ganz gut gefallen hat. Das war auch eigentlich so, aber manchmal hat es dann doch nicht so viel Spaß gemacht. Ich habe jeden Tag alles gemacht, was ich konnte und trotzdem war es manchen Leuten irgendwie nicht genug. Ich verstehe sowas ehrlich gesagt nicht, denn wenn einem was nicht passt, dann soll man es dem anderen doch bitte sagen... Jedenfalls bin ich mit manchen, vor allem der Stationsleitung, irgendwie nicht so sehr auf einen grünen Zweig gekommen. Er ist einfach ein merkwürdiger Mensch und interessiert sich für Schüler bzw. andere Leute allgemein irgendwie nicht.

Danach hatte ich meinen Einsatz in der Notaufnahme / Ambulanz. Dort hat es mir eigentlich auch gut gefallen. Vorher und auch hinterher habe ich immer viel Schlechtes von den Schülern, die dort waren, gehört. Aber in der Zeit, in der ich und einige meiner Kollegen da waren, hab ich eigentlich nichts Negatives gehört... Was auch ganz gut war, denn ich habe mir auf jeden Fall Mühe gegeben. Und die anderen auch, denke ich.

Während des Einsatzes in der Ambulanz müssen wir auch 2 Wochen in den OP, wovor ich anfangs schon etwas Angst hatte. Es ist schließlich schon etwas anderes als auf Station und man weiß nicht so genau, was man als Schüler dort machen soll oder darf. Vielen hat es im OP nicht gefallen. Mir hat es anfangs mal mehr und mal weniger gefallen. In meiner zweiten Woche dort waren sehr viele OP-Schwestern krank, weshalb die Stationsleitung mir die Aufgabe übertragen hat, als Springer im OP tätig zu sein. Um das mal kurz zu erklären: Eine OP-Schwester steht mit am Tisch und assistiert den Ärzten, die andere ist Springer und bringt Materialien, die evtl. noch gebraucht werden. Am Anfang hatte ich echt Angst, was verkehrt zu machen, aber die Stationsleitung hat mir echt viel zugetraut und darüber war ich echt froh. Ich kam als Springer sehr gut zurecht und fand das auch wesentlich interessanter als immer nur daneben zu stehen und zuzusehen. Ich durfte dann meine zweite Woche komplett im Gyn-OP als Springer verbringen und fands auch echt interessant. Ich stand bei einer Ablatio mit der Oberärztin am Tisch und durfte ihr assistieren und am letzten Tag durfte ich mit dem Oberarzt und dem Chefarzt wieder an den Tisch und mehrere Hysterektomien assistieren. Also nicht als OP-Schwester, sondern so wie die Assistenzärzte den Ärzten assistieren. Außerdem haben mich die Mädels aus dem OP immer gelobt und gesagt, dass ich das alles toll machen würde und dass ich nach dem Examen doch zu ihnen in den OP kommen soll... Das fand ich alles echt süß von ihnen, da es echt mal schön ist, auch Lob zu bekommen.

Nach diesem Einsatz war ich dann auf der Privatstation, allerdings nur für 5 Wochen. Ich habe vor der Ausbildung ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht und war damals auch viel auf der Privat, deswegen hab ich mich eigentlich gefreut. Allerdings wars dann irgendwie komisch und ich bekam die Kritik, dass ich viel "außenrum" machen würde, also dass das Geschehen außenrum läuft... Hm, da konnte ich eigentlich nicht so zustimmen...

Und seit Mai bin ich auf einer Station der Inneren Medizin. Innere ist eigentlich gar nicht so mein Fall, aber auf der Station gefällts mir echt gut. Die Schwestern sind alle toll und sie trauen uns auch was zu und lassen uns viel selbst machen, ohne dass ständig jemand guckt obs passt oder nicht... Schließlich stecken wir gerade mitten im Examen und können unsere Arbeit ja, weil sonst könnte man uns im Oktober ja auch nicht auf die Menschheit loslassen...

Was Bewerbungen angeht, habe ich mich in FO und an den Unikliniken in ER beworben. Ich war überall zu Vorstellungsgesprächen, aber da ich eigentlich unbedingt in die Gynäkologie wollte, hatte ich mich noch nicht so genau entschieden, wohin ich dann wollte. Dann hat mir FO eine Stelle auf der Gyn angeboten, und ich wusste dann echt nicht mehr, was ich machen sollte. Ich wollte da unbedingt hin, aber die Frauenklinik in ER wäre auch toll gewesen. Allerdings war das meine eigene Schuld, da ich meine Bewerbung dorthin zu spät abgeschickt hatte und ich erst ein Vorstellungsgespräch gehabt hätte, nachdem ich meinen Vertrag in FO schon längst hätte abgeben müssen... Und dann hätte ich nicht gewusst, ob es mir in der Frauenklinik überhaupt gefallen hätte... Also habe ich überall abgesagt und in FO unterschrieben. Und in der Frauenklinik habe ich angerufen und gesagt, dass ich jetzt schon einen Vertrag unterschrieben hätte und zum Vorstellungsgespräch nicht kommen würde, da das unfair ihr gegenüber wäre, wenn ich trotz Vertrag kommen würde und für sie das ja Zeitverschwendung wäre... Sie war echt ganz süß und meinte, dass sie das toll fände, dass ich so ehrlich bin und nicht einfach gekommen wäre und ihr was vorgegaukelt hätte... Und wenn es mir in FO mal nicht mehr gefalle, dann solle ich mich doch bitte nochmal bei ihr bewerben =).

Anfang August hatten wir schriftliches Examen, vom 06. bis 08. August. Davor haben wir natürlich alle wie blöde gelernt, aber ehrlich gesagt habe ich trotzdem immer noch Angst, dass ich durchgefallen bin. Es waren soo wenige Fragen, wo man die Antworten auswendig lernen konnte... Ich kanns irgendwie nicht einschätzen.

Am 02.09. habe ich jetzt praktisches Examen, mal sehen wie das wird. Mein Probeexamen im Mai ist sehr gut gelaufen, allerdings gibt mir das trotzdem irgendwie keine Sicherheit. Außerdem müssen wir seit diesem Jahr unsere Pflegeplanung am Tag vorher in der Schule schreiben, während es bisher immer Zuhause geschrieben werden durfte...

Am 11.09. haben wir dann noch mündliches Examen. Was wir da alles lernen müssen, weiß ich gar nicht so genau. Wir haben fürs Schriftliche eigentlich schon fast alles gelernt... Also wozu nochmal? Naja, Psychologie haben wir fürs Schriftliche nicht gebraucht, aber das ist ja ok dann für die Mündliche...

So, das war mal "kurz" alles, was in den letzten Monaten ausbildungstechnisch passiert ist. Was zwar auch mit der Ausbildung zusammen hängt, aber trotzdem auch Privatleben war, war unsere Abschlussreise nach London im Mai. ICH LIEBE LONDON! Und ich muss unbedingt irgendwann wieder hin. Wir haben an einem Tag die Hop-On / Hop-Off Tour gemacht und währenddessen hats mich so richtig getroffen, dass ich wirklich in London bin, dass mir nur so die Tränen aus den Augen gelaufen sind. Oh Gott, ich kanns eigentlich immer noch nicht so ganz fassen. Ich liebe London irgendwie schon immer, dass hat gar keinen so genauen Grund. Ich finde einfach alles so schön da und auch England an sich finde ich toll.








31.8.14 12:29
 


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